Kurztrips 2015: Amsterdam

Ein weiteres Highlight der eigentlich urlaubslosen Sommerferien war mein Kurztrip in elterlicher Begleitung (kein Scherz – und ja, ich hatte Spaß!) nach Amsterdam.

Kurzfassung: Drei Tage, Tag 1 mit der Bahn von Hannover Hauptbahnhof non-stop nach Amsterdam Centraal, Tag 2 zu Fuß und mit dem Boot quer durch Amsterdams Innenstadt, Tag 3 retour. So kurz war’s dann aber doch nicht.

Without further ado, let’s jump right in – here comes the long(ish) story…

Day 1

Nachdem ich in Hannover zugestiegen war und meine Eltern – wie verabredet – an einem Vierertischchen entdeckt hatte, hab ich unsere kleine Reisegruppe mit Franzbrötchen und Obstsalat versorgt, um uns auf unserer gut vierstündigen Fahrt kulinarisch einigermaßen über Wasser zu halten.

Da die Zugverbindung Hannover-Amsterdam echt relativ schnell, günstig und vor allen Dingen direkt ist, hat Amsterdam sich als Kurzurlaubsziel mal eben weit oben auf die Liste  katapultiert – ein Platz, der nach den drei Tagen praktisch zementiert war, aber dazu später mehr.

In Amsterdam angekommen, ging es durch den schick modernisierten Bahnhof erstmal durch die Haupteinflugschneise mitten in die Stadt – dank iPhone-Navigation auch relativ schnell und direkt ins Grachtenviertel, wo wir eine Hotelreservierung hatten und uns auch hauptsächlich herumtreiben wollten. Wir waren weit vor unserer Check-in-Zeit, also ging es erstmal auf die Suche nach einem netten Plätzchen zum Kaffeetrinken, gerne auch mit leichtem Snack. Gefunden haben wir ein solches Plätzchen natürlich auch, allerdings erst nach einiger Wanderschaft, da die erstbesten 263  Angebote mitten im Haupt-Touri-Revier lagen und somit meine persönliche Beliebtheitsskala nicht grade anführten.

Gestärkt ging es dann weiter in Richtung Haarlemmerstraat, wo ich uns im ArtHotel Dulac eingemietet hatte. War ein Zufallsfund beim Allwissenden Reisehörnchen (Hipmunk), der sich als Volltreffer entpuppte.

Unsere Zimmer lagen im vierten Stock, also hatten wir eine schöne Aussicht über die Stadt und selbst mit weit geöffnetem Fenster nachts über der Partymeile einigermaßen Ruhe.

Haarlemmerstraat ist eine Straße voller kleiner schräger Geschäfte, Coffee Shops (bei einem ganz in der Nähe namens Popeye’s sind wir regelmäßig durch eine kleine Seitenstraße zu unserer Parallelgracht abgebogen, was als navigational landmark extrem nützlich war…), Restaurants und Bars – abends highlife, tagsüber auch, ganz charmantes Eckchen, sobald man sich daran gewöhnt hat, dass die schmale Kopfsteinpflastergasse ein Verkehrsaufkommen wie ’ne Autobahn hat…

Am ersten Abend haben wir im Restaurant Dulac unten im Hotel gegessen, cooler Laden (irgendwo zwischen gothic shabby-chic und Steampunk) mit wirklich gutem Essen und *drumroll please* Strongbow!

Anschließend haben wir noch einen kleinen Verdauungsspaziergang durch die nähere Umgebung gemacht, den wir mit Sonnenuntergangsphotos spektakulär abschließen konnten.

Day 2

Am zweiten Tag ging es mit reichlich Wandern direkt weiter. Zum Wachwerden gab es in der Nachbarschaft bei Screaming Beans erstmal ein Käffchen auf die Hand, da unser geplantes Frühstücksetablissement einen nicht ganz kurzen Fußmarsch entfernt lag – und ohne Koffein ist ein früher Vogel ganz arm dran…

Eigentlich wollten wir – dank meiner stay.com-Recherche – zu Little Collins, australisch und mit sehr guten Reviews, nur leider dienstags geschlossen. Grmpf. Wer lesen kann und so…

Ebenfalls dank stay.com habe ich dann eine Alternative aus dem Ärmel geschüttelt – und die war der absolute Hit! Der Laden heißt CT coffee & coconuts und ist so klasse, dass wir schon beim Frühstück beschlossen haben, am nächsten Tag dort wieder hinzugehen.

Das Frühstück war spitze und der Laden schlichtweg cool. Ein ehemaliges Kino, das loftartig über drei Ebenen ausgebaut ist, sehr hell, trotzdem total gemütlich und erwähnte ich schon, dass das Essen toll ist?

Nach dem Frühstück haben wir – halb zufällig – eine besonders coole Bootstour gebucht. Wetter war schön, auf dem Rückweg vom Frühstück kamen wir direkt am Anleger von Amsterdam Canal Cruises vorbei (wen es interessiert, der ist direkt vor Heineken) und 15 Minuten später sollte die nächste Rundfahrt starten. Warum also nicht?

Die Lady am Ticket-Schalter fragte, ob wir lieber mit einem großen (und überdachten) oder einem kleinen (und nicht überdachten) Boot fahren wollten, und da die Sonne schien, war die Frage eigentlich überflüssig. Die Entscheidung stellte sich als gradezu genial heraus, als außer uns NIEMAND in das Bötchen stieg. Richtig, wir hatten den Kutter ganz für uns alleine, keine doofen Mitreisenden und schon gar keine plärrenden Blagen! Yippie!

Da der Kahn so klein und niedlich war, führte unsere Tour auch durch Grachten und unter Brücken durch, wo wir mit dem großen Dampfer nie durchgekommen wären. Alles in allem sehr interessant und angenehm 🙂

Nach der Bootsfahrt sind wir dann praktisch die gleiche Strecke nochmal zu Fuß abgewandert, war auch ganz spannend, die Perspektive nochmal zu wechseln. Einen weiteren Snack gab es dann auch noch, Burritos, Quesadillas und Tacos beim Burrito Maker, einem netten Typen aus Oregon, der grade Besuch von seiner Mom hatte (mit der ich mich nach dem Essen ein wenig unterhalten habe, daher die Infos…). Der Laden ist eine ziemliche Klitsche (hole-in-the-wall mit zwei Tischchen auf halber Treppe), das Essen ist aber super und nicht nur pseudo-Mexican wie hierzulande – und es gab sogar Jarritos dazu!

Nachdem wir uns beim Burrito Maker komplett überfressen hatten, war ein weiterer Verdauungsspaziergang ganz dringend nötig, gefolgt von einem gemütlichen Drink unten in unserem Hotel und einer weiteren entspannten Nacht über der Party-Meile…

Day 3

Wie bereits erwähnt, wir waren fest entschlossen, wieder zu CT coffee & coconuts zu gehen – und das haben wir auch gemacht. Wieder mit Coffee to Go von Screaming Beans und wieder mit Acai Bowl, Coconut Pancakes und großem Frühstück – YUMM! Auf dem Wege dorthin ist es mir am Anleger der Canal Cruises noch gelungen, den Tag zu retten, indem ich tatsächlich den am Vortag bei Sonnenschein dort vergessenen Mini-Rucksack mit den elterlichen Regenjacken befreien konnte…

Nach dem hervorragenden und ausgedehnten Frühstück sind wir auf leicht verändertem Weg wieder durch unsere inzwischen semi-vertrauten Jagdgründe gewandert, haben noch ein paar kleine Einkäufe erledigt, die Gegend genossen und sind dann langsam in Richtung Bahnhof aufgebrochen, wo wir uns zunächst bei Starbucks mit Koffein und dann im Supermarkt mit Snacks für die Fahrt versorgen konnten.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder:

 

Ein Kommentar

  1. In der Tat ein toller Ausflug
    Immer wieder gern
    😎🚅

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